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Metro will Real verkaufen - jeder dritte Job gefährdet?

  • Real-Betriebsrat befürchtet Verlust von 10.000 Jobs bei Verkauf

  • Investor will nur wenige Märkte weiterbetreiben

  • Muttergesellschaft Metro will Mitarbeiterinteressen wahren



Durch den geplanten Verkauf der Warenhauskette Real ist nach Einschätzung des Betriebsrates fast jeder Dritte der 34.000 Arbeitsplätze bei der Metro-Tochter gefährdet. "Der Gesamtbetriebsrat rechnet mit etwa 10.000 Arbeitslosen", sagte der Vorsitzende Werner Klockhaus am Dienstag (14.01.2020) der "Süddeutschen Zeitung".


Die Metro mit Sitz in Düsseldorf will alle 277 Real-Märkte in Deutschland an ein Konsortium um den Investor X-Bricks verkaufen. Der will nach den bisher bekannt gewordenen Plänen nur einen kleinen Teil der Real-Märkte selbst weiterbetreiben. Der Großteil soll an andere Händler weiterverkauft werden. Einigen Standorten droht offenbar die Schließung.

Eine Metro-Sprecherin betonte, die Wahrung der Mitarbeiterinteressen sei für den Konzernvorstand ein zentrales Thema: "Wir setzen uns dafür ein, dass mit den Märkten auch die Mitarbeiter von den übernehmenden Unternehmen weiterbeschäftigt werden." Sie verwies zudem auf eine Vereinbarung mit dem Gesamtbetriebsrat. Diese sehe eine soziale Absicherung für alle Real-Beschäftigten vor, die durch betriebsbedingte Kündigungen ihren Arbeitsplatz bei einem der übernehmenden Unternehmen verlieren.


"50 oder mehr" Schließungen

Klockhaus rechnet mit "rund 50 Schließungen oder mehr". Allein dadurch seien rund 6.000 Arbeitsplätze bedroht. Außerdem werde es wohl auch in den verkauften Filialen zu sehr vielen betriebsbedingten Kündigungen kommen. Mit dem zu erwartenden Personalabbau in der Zentralverwaltung seien somit noch einmal 4.000 Stellen gefährdet.


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