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In Mumbai wie in Mannheim

Als vor wenigen Jahren bei H&M in Deutschland aktive Betriebsräte entlassen werden sollten, gab es nicht nur hierzulande Proteste. Sogar in Indien wandten sich Gewerkschafter*innen an das örtliche Management und drohten mit Streik. Die internationale Solidarität hatte Erfolg, der Modekonzern musste die Kündigungen zurücknehmen.



Daran erinnerte am Mittwoch in Berlin die indische Gewerkschafterin Dithhi Bhattacharya. Sie war eine von insgesamt rund 140 Gewerkschafter*innen, Betriebsräten und Wissenschaftler*innen, die im Berliner ver.di-Haus zu einer zweitägigen Tagung über die „Möglichkeiten der betrieblichen und gewerkschaftlichen Interessenvertretung zur Durchsetzung von Arbeits-und Menschenrechten entlang von Wertschöpfungsketten und innerhalb transnationaler Unternehmen“ zusammengekommen waren, die von ver.di gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk tie global und der Friedrich-Ebert-Stiftung durchgeführt wurde.

Hinter dem langen Veranstaltungstitel verbargen sich zwei Tage voller spannender Diskussionen mit Teilnehmer*innen aus Sri Lanka, Bangladesch, Indien, Südafrika, Kolumbien, Spanien, Brasilien und Deutschland. Allen gemein war, dass sie an einer Stelle der internationalen Lieferketten tätig sind, die zum Beispiel vom Anbau der Orangen in Südamerika bis zum Verkauf des Saftes in hiesigen Supermärkten oder von den Textilfabriken in Asien bis zu Modehäusern in deutschen Großstädten reicht.


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